Humor- & Lebensschule

Philosophie & Methodik

 

Die Ziele

Zum heilsamen Humor ist eine Erweiterung des körperlichen, stimmlichen, sprachlichen, nicht-sprachlichen Ausdrucks, des bewussten Seins, notwendig. Im Alltag lachen wir sofort, wenn der Ausdruck die Grenzen des Üblichen verlässt. Hier zeigt sich nur ein Aspekt davon, was Humor bewirken kann: Den bekannten Kontext erweitern, das Korsett eingeübter Verhaltens- und Denkmuster lösen. Solche Verhaltens- und Denkmuster sind sowohl täglich von uns gefordert als auch mit-ursächlich für die Übel, die wir bekämpfen und verändern wollen. Humor bietet in vielfacher Weise einen besonderen Weg, in dem Veränderung und Genesung möglich ist und die Lebensfreude sich wieder zeigen kann.
Teilnehmer an jedem Seminar sollen danach einen persönlichen „nächsten Schritt“ für sich tun. Das kann sowohl von einer wichtigen, bleibenden Erkenntnis zu der Erfahrung, vor anderen stehen und spontan spielen zu können, oder eine Clownfigur zu erkennen und entwickeln.
Die Kernerfahrung der eigenen Kraft des Lachens wird in den speziellen Seminaren auf die bestimmte Lebens- oder Arbeitssituation angewandt.

Die Methodik
David Gilmore verbindet in seiner Arbeit die Entwicklung der eigenen Person mit der Entwicklung des Kernhumors. Das natürliche Lachen, Selbstachtung und der spielerische Umgang mit dem Leben und unseren gelernten Rollen können natürlicher Bestandteil des Umgangs und des Ausdrucks im Alltag werden. Dazu nützt er die Entwicklung einer Clownfigur und die Methoden des Clowns, des Narren, des Heyoka, der Null und die Methoden des angewandten Theaters. Auch die Entwicklung als beruflicher Clown verlangt nach einer persönlichen Entwicklung. So begleitet der Clown den Menschen und der Mensch findet sich zum Humor und zur Clownfigur. Für die Auswahl des eigenen Weges sind nur die gesetzten Schwerpunkte verschieden.
Das persönliche Material dient als Grundlage zur Entwicklung einer Clown- oder Narrenfigur. Gleichzeitig dient die Haltung des Narren und das Spiel des Clowns der persönlichen Entwicklung.

Die Kernthemen
Es geht um die ureigene Lebenslust und Lebensfreude und die Entwicklung einer humorvollen Einstellung – es geht um die eigene Kraft des Lachens. Die Entwicklung des Clowns und des Narren setzt voraus, dass wir die Komik unserer Lebensspiele und unsere Lust am Spiel entwickeln. Dafür ist es wichtig, in unserem Körper zu leben, so wie er ist und uns und andere Menschen anzunehmen, so wie wir sind, auch mit unseren vermeintlichen Schwächen. Es geht darum, unsere festen Selbstbilder und Vorstellungen vom Leben als Spielmaterial anzusehen. Die Bereitschaft, dies zu tun, ist die einzige, aber eine wesentliche Voraussetzung für die Erfahrung und das Wirken als Clown.

Ein Kreislauf
Die Seminare vermitteln verschiedene Schwerpunkte auf einer Entdeckungsreise zum eigenen Humor. Der Weg des Narren stellt für David Gilmore einen Kreislauf des Gebens und Nehmens und eine kreative und lustvolle Entwicklung dar, die sich kreisförmig, ja spiralförmig weiterentwickeln kann. Der Einstieg in diese Entwicklung kann an unterschiedlichen Stellen erfolgen. Es kann einem zunächst um die persönliche Entwicklung gehen, oder um das Weiterkommen im Beruf oder als Berufsclown. Es kann einem darum gehen, Methoden für die eigene Arbeit kennen zu lernen. Es kann einem darum gehen, eine persönliche Schwelle zu überschreiten oder gleichgesinnte Menschen kennen zu lernen: Die Angebote sind so aufeinander abgestimmt, dass Sie zunächst mit Aspekten der Arbeit befassen können und erst dann die persönliche Entwicklung oder Sie können die vielen Möglichkeiten und Folgen eines solchen Weges nach und nach kennen lernen oder einen bereits gegangenen Weg mit Angeboten ergänzen.

 

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