Der Weg des Lachens - Nachrichten aus dem Närrischen Alltag
Eigener Weg
Es ist sind 23 Jahre, seitdem ich mit meiner Arbeit in der Psychiatrie Freudenstadt als Clown, Theatertherapeut und –wie ich das einmal bezeichnete – Narrentherapeut anfing, meine Vision vom heilsamen Humor, Spiel und Theater in die Tat umzusetzen.
Das Ensemble steht tatsächlich, die Stiftung ist gegründet und im Aufbau, ich arbeite noch am Buch, das die Grundlagen meiner Arbeit darstellt und bis Ende des Jahres nun beendet werden muss!
Meine Motivation ist gleich geblieben: Menschen an ihren Humor, an ihr Lachen und an ihre Lebenslust zu erinnern – die Kraft des Lachens wachzurufen. Diesen Weg gehe ich nicht alleine für Andere – das ist für mich ein persönlicher Weg. Es geht mir darum, den Menschen als Werkzeug zu sehen, der seiner eigenen Prägung und Identität bewusst ist und gleichzeitig fähig ist, darüber hinaus zu handeln, Humor im weitesten Sinne zu erleben und weiterzugeben. Es geht mir darum, Menschen humorvoll und würdevoll zu begegnen, spielend und spiegelnd, sie ernst nehmend. Das Spiel des Clowns und der Spiegel des Narren und das Theater im Alltag sind wichtige Aspekte meiner Arbeit.. Die Fähigkeit mit Situationen humorvoll umzugehen, Freude, Hoffnung und Inspiration mit einfühlsamer Komik zu verbinden, setzt einen persönlichen Prozess voraus. Deshalb nimmt dieser Prozess in meiner Arbeit Vorrang ein und ist keine Selbsterfahrung, allein um sich selbst willen. Mehr Leichtigkeit und Freude ins eigene Leben zu bringen, setzt einen fürsorglichen Umgang mit sich voraus. Persönliche Muster als Spielmaterial anzusehen und zu nützen, braucht eine Stärkung der Erfahrung, dass Lebensfreude unsere Kernerfahrung ist. Wenn wir diese Gewissheit ausstrahlen, können wir auch erfolgreich handeln, effektiv lernen und heilsam wirken. In all meinen Seminaren, in den Jahresgruppen, bei Veranstaltungen und Auftritten in allen Lebensbereichen wird im Zentrum bleiben: Die Kraft des Lachens und der Weg des Narren.
Erneuerung der Homepage
Um diesen Weg, die Bereiche und Möglichkeiten für Entwicklung und Weiterbildung deutlich zu machen, bearbeite ich meine Homepage aufs Neue. Dort werden aktuelle Informationen zu Seminaren, zum Aufbau der Ausbildung, zu Moving Stages, zur Stiftung, zu gemeinschaftsbildenden Projekten wie das jährliche Clowncamp und der aktuellste Rundbrief stehen.
Ein praktischer Weg des Narren – Moving Stages
Seit April ist der Samen einer neuen Zusammenarbeit gesät worden. Moving Stages besteht aus ehemaligen Teilnehmern und Teilnehmerinnen meiner Jahresgruppen, die jetzt mit Humor in die Welt gehen wollen. Wichtig für die Teilnahme an Moving Stages ist der Wunsch, dies gemeinsam zu tun und sich gegenseitig dabei zu unterstützen. Meine Motivation dabei ist, eine andere, Art zu entwickeln, wirksam in der Welt zu handeln, und dabei eine Ethik und eine gemeinsame Haltung zu vertreten und in unserem Wirken zu garantieren.
Dies hat sich bisher in folgenden Veranstaltungen gezeigt: Beim Vorlauf-Auftritt im Juni in Bietigheim-Bissingen, beim Clowncamp vom 20.-28. August im Außendeichhof Pegasus an der Elbe, beim Heilpraktikerkongress der BDHN e.V. in München, beim ersten Auftritt des wiedergegründeten Kindertheaters in Freudenstadt, beim Welttag der seelischen Gesundheit bei Caritas in Sigmaringen, beim Symposium des Heilpraktiker-verbandes UdH e.V. in Hanau und noch in diesem Jahr beim Kongress „Sterben und Tod“ von perspectiva in Basel.
Berichte und Bilder zu all diesen Veranstaltungen finden Sie im Internet unter www.davidgilmore.com Mein Dank an alle Mitglieder von Moving Stages, die bisher tatkräftig mitgewirkt haben: Helga Hanke, Bärbel Weitbrecht, Franziska Löw, Elisabeth Püntener, Ulrike Kempf, Maria Stroppel, Inge Becker, Jörg Friedrich, Manfred Köhler, Heiner Kasper. Auch ein Dank an Peter Schoofs, der dieses Jahr aufhören musste. Durch diese gemeinsamen Erfahrungen wurde das Gemeinschaftsgefühl der Teilnehmer bestärkt, gleichzeitig die Notwendigkeit, projektorientiert zu arbeiten. Wir treffen uns im Januar2007, um das kommende Jahr zu besprechen. Die Mitgliedschaft in Moving Stages ist offen für Leute, die im öffentlichen Leben und im eigenen Beruf mit Humor wirken wollen und weitere Tätigkeitsfelder als Clowns und Narren suchen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten für Einzelne mit Vorerfahrung, innerhalb von Moving Stages zu wirken. Die Zugehörigkeit und Zusammenarbeit ist gleichzeitig ein wichtiger Aspekt dabei. Es wird ab 2007 noch die Möglichkeit geben, in diesem Rahmen Praktika zu absolvieren, um sich auf eine Mitgliedschaft vorzubereiten.
Mensch, Humor und Gesundheit
Es kam von einer Therapeutin die Frage: Was für eine Zusammenarbeit hätte ich mit Kliniken, sozialen Einrichtungen und Praxen vor? Abgesehen von der Weiterbildung „Humor und Gesundheit“, die gerade in der Clown- und Tanzschule TUT in Hannover anfängt und im kommenden Jahr: ab Dezember 2007 wiederholt wird, habe ich schon in diesem Jahr mit zwei Kliniken eine Arbeit entweder mit Personal oder mit Patienten vereinbart. Mein Seminar „Die Kraft des Lachens“ und „Vision, Selbstwert, Entscheidung“ biete ich verstärkt als „Anti-burnout-Seminare“ auch für Menschen im medizinischen, therapeutischen, sozialen und pädagogischen Bereich an. Ich arbeite seit drei Jahren mit zwei Heilpraktikerverbänden und einer psychiatrischen Tagesklinik zusammen und werde in einzelnen Praxen Abendveranstaltungen anbieten. Moving Stages soll hier eine stärkere Rolle bekommen. Ich habe schon für 2008 direkt Kontakt zu einigen Kliniken aufgenommen und spreche jetzt Kliniken gezielt an.
Im sozialen Bereich sind Altersheimpersonal und karikative Organisationen in Österreich und der Schweiz Ansprechpartner. Ein Training für einen Altersheimsclown habe ich in diesem Jahr mit Unterstützung des Arbeitsamtes Saarbrücken durchgeführt.
Überblick Ausbildung: Humor, Clown & Narr
Die einzelnen Bausteine der Ausbildung stehen schon. Sie können auch als Einzelfortbildungen absolviert werden. Auf der Homepage wird sie deutlich dargestellt. Bei „Angebote und Termine“
können Sie sich ein Bild machen und genaue Informationen anfordern.
David-Gilmore-Stiftung – erste Tagung
Ich plane vom 7.-9. September eine erste kleine Tagung, bei der in der Öffentlichkeit die gesundheitliche Wirkung der Arbeit mit dem Humor, dem Clown, dem Theater und dem Narrenspiel vorgestellt wird. Ich suche dafür insbesondere ehemalige TeilnehmerInnen meiner Jahresgruppen, die in einem Rahmenprogramm auftreten würden.Moving Stages wird auch eine zentrale Rolle spielen. Zweck der Stiftung ist die Durchführung von Kongressen, Forschungsarbeit und die wissenschaftliche Anerkennung dieser Arbeit als gesundheitsfördernd im weitesten Sinne. Außerdem geht es um die Verbreitung und Weitergabe der Methoden und Grundsätze. Spendenkonto: David-Gilmore-Stiftung - Stadtsparkasse Solingen (BLZ 342 500 00) Kontonummer 3220197374 Stichwort: Moving Stages. Sie bekommen eine absetzbare Spenden-
quittung.
Buch
Bleibt bis zum Ende spannend – wie könnte es bei mir anders sein. Ich bin „in den letzten Zügen“ nachdem ich schon zwei Termine nicht geschafft habe. Aber jetzt!
Liebe, herzliche Clown- und Narren-Grüße,
David Gilmore
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