Goldberg-Informationen Nr. 3

 

Freudenstadt im Januar 2001


Der Weg des Lachens - Neues von David Gilmore

Was hat sich auf meinem Weg des Lachens seit dem letzten April? getan ...Und was ist bei Dir geschehen? Manche Geschichten bekomme ich durch Seminare mit, manche durch Briefe. Ich möchte mich dafür bedanken. Viele Menschen bereichern mein Leben und ich hoffe, daß dies gegenseitig ist. Als Narr sehe ich mich als ein Begleiter im Alltag. Er ist wie der Heyoka der Nordamerikanischen Indianer ein Teil der Gemeinschaft und kein Außenseiter. Wir brauchen Gemeinschaft und Selbständigkeit für unser seelisches wie auch für unser materielles Wohlsein und beides ist wichtig.

Das letzte Jahr habe ich mich für beides entschieden und habe daraufhin ein großes Maß an persönlichem Wohlsein erfahren. Schwer fiel es mir zwischen dem Privaten und dem Beruflichen zu trennen. Ich dachte auch, als Narr darf das nicht sein. Ich merke aber, wie diese innere Klärung meine Unterstützung für Andere einfacher und klarer macht. Und sie belastet mich nicht. Im Gegenteil. Sie ist eine Quelle der Freude. Es macht mir Spaß, andere darin zu unterstützen, sich zu trauen, sie selbst zu sein. Und dies auch praktisch zu tun, sich wirklich ins Leben zu wagen, das eigene Leben zu leben.

Noch erinnere ich mich sehr gut an die Geburtstagfeier im September, als ich während des Intensiv- Seminars gefeiert wurde, fast einen ganzen Tag lang und ich genoß jeden Augenblick. Das war nicht immer bei mir so und wenn wir andere im Seminar feiern, merke ich, wie schwer es manchen fällt, dies wirklich zu glauben. Danke noch einmal.

Zwei weitere Stücke sind in diesem Jahr entstanden: Susanne Tosuns "'s Knobelsemmeli"in Zürich und Simone Amekors "Die Träumesammlerin" in Freiburg. In beiden Fällen sind, glaube ich, Stücke entstanden, die einen guten Rahmen für die eigenen Möglichkeiten geben.

Die Kraft des Lachens breitet sich aus, Clowns und Narren sind anders unterwegs als vor 20 Jahren und auch dieses Clown-Theaterprojekt nimmt doch noch Formen an, die auch eine konkrete Mitwirkung und Mitarbeit erlaubt. Die Weiterbildung hat viele dauerhafte Freundschaften und Verbindungen begünstigt. Ein Netzwerk entsteht, das sowohl die persönliche Erfüllung als auch wirtschaftliche Möglichkeiten unterstützt.

Die Kraft des Lachens - Neues aus den Seminaren

Jahresgruppe/Weiterbildungsgruppen
Die Jahresweiterbildung in der Schweiz und in Deutschland ist eine Gelegenheit, den Clown als Spieler, Lehrer und Heiler kennenzulernen und sich auf diesen Lebensweg zu begeben. Im Laufe des Jahres hat es bei den meisten Teilnehmenden wichtige Veränderungen im privaten, im gesundheitlichen und im beruflichen gegeben.
Am Ende findet eine Werkstattaufführung statt, um vom Gelernten durch den eigenen Clown mit anderen zu teilen. Es werden Freunde, Verwandte und am Clown Interessierte eingeladen.
Am 16. Dezember fand die Werkstattaufführung der 5. Schweizer Weiterbildung vor 100 Besuchern mit anschließendem Abendessen im Waldhaus, Lützelflüh, einem Seminarzentrum bei Bern statt und am 17. März 2001 veranstalten wir die Werkstattaufführung der 2. deutschen Weiterbildung.
Ende April beginnt die neue Schweizer Weiterbildung und weil sie jetzt schon fast belegt ist, habe ich mit Perspectiva, Basel eine zusätzliche Jahresgruppe für Oktober in Rottweil, Deutschland (per ICE 1 Stunde von Stuttgart, anderthalb von Zürich) organisiert. Sie fängt Anfang Oktober 2001 an und die Woche darauf fängt auch die deutsche Weiterbildung im Hof Laig bei Osnabrück an.

Organisatorisches
Meine Neigung zu Vielfalt braucht gerade eine klare Organisation. Ich arbeite hauptsächlich mit zwei Veranstaltern zusammen: Lebensschule e.V. Düsseldorf (seit September 2000 ein gemeinnütziger Verein), bei der Goldberg einen Baustein vertritt. Sie veranstaltet die Seminare meines Bausteins und die deutsche Fortbildung bei Osnabrück; Perspectiva, Basel (Veranstalter der Psychotherapietage Basel) veranstaltet Seminare und die Weiterbildungen in Lützelflüh (CH) und (dieses Jahr) in Rottweil (Süddeutschland). Darüber hinaus gibt es eine Zusammenarbeit mit folgenden Veranstaltern: Tanz- & Theaterwerkstatt, Ludwigsburg, Förderkreis für Ganzheitsmedizin, Bad Herrenalb, Angelika de Giuseppe Seminarorganisation. Dadurch ist die direkte Organisation von Seminaren durch erfahrene Partner, mit denen ich mich verbunden fühle, gesichert und ich kann mich auf die weitere Entwicklung des Clowntheaterprojektes, des Narrennetzwerkes und des Lebensprojektes konzentrieren. Je umfangreicher die Entwicklung all dieser Projekte und Kooperationen, die jetzt entstehen, umso mehr wird die eigene Organisation eine deutliche Form annehmen. Innerhalb des Theaterprojektes laufen jetzt Gespräche in diese Richtung.

Ab Februar 2001 Habe ich zum ersten Mal seit 1992 meine Kursgebühren erhöht. Dies bedeutet: Wochenendseminare kosten nun SFR 290,- / DM 360,-, die Weiterbildung SFR 3.300,- / DM 3.600,- .

Ich habe jetzt eine zuverlässige Hilfe (Alo Theis) bei der Aktualisierung meiner Internet-Seite gefunden. Wenn diese Seite wirklich aktuelle Informationen führt, wird sie eher die Basis für das geplante Netzwerk schaffen, für das ich eine Clown-Börse schaffen möchte.

Die Bühne des Lachens - Neues vom Theaterprojekt

Offene Abende
Im letzten Jahr hat der erste Offener Abend des Clowntheaterprojekts in Rheinfelden stattgefunden. Meine Idee dabei ist ein Forum für Teilnehmer der Jahresgruppen nach Beendigung des Jahres möglich zu machen. Im kommenden Jahr wird sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz ein solches Treffen stattfinden. Am 26. November fand das Schweizer Treffen im Hölstein (Baselland) statt. Es waren 40 Teilnehmende dabei. Es war wieder einmal eine Art Familientreffen mit etwas zu essen und einer Darbietung von Ute Pallmers Stück: "Einfach Sein", Improvisationen der Wochenendgruppe und einer kleinen Stegreifgeschichte von mir.

Projekte
Das Altersheimprojekt: Das Projekt trifft sich einmal im Monat jeweils in einem Heim und nimmt als Clown Kontakt zu den Menschen dort auf, bringt Bewegung, Spiel, Lachen und auch Nähe und einfaches Da-Sein.
Das Kindertheater Tam-Tam hat nach einer "Künstlerpause" wieder angefangen im Raum Zürich und Solothurn zu spielen.
Ein erstes Treffen für das nächste Projekt: "Messeclowns" hat zu einem ersten ernsthaften Gespräch darüber, wie die Projekte generell organisiert werden und wie ehemalige FortbildungsteilnehmerInnen zunehmend Zeit nehmen können, als Clown ihr Leben zu gestalten. Das heißt auch: Wie können die Projekte finanziell unterstützt werden bzw. ihren Lebensunterhalt verdienen. Das wird zu den nächsten spannenden und notwendigen Schritten führen. Die Gründung eines gemeinnützigen Vereins scheint eine der Möglichkeiten zu sein, Kontakt zu Sponsoren und eine flexible und klare Struktur. Sie wird jetzt in der Kleingruppe herausgearbeitet.
Inzwischen ist in Offenburg eine Jahresprojektgruppe entstanden und bald werden die Einladungen für das Schulprojekt und das Familienprojekt an die Mitglieder gehen und weitere konkrete Kooperationen sind schon im Entstehen: Der Clown in der Verwaltung, Der Clown als Wissenschaftler, Der Clown und die Wirtschaft, Der Clown als Berater und natürlich Der Clown als Arzt und Heiler. Der Clown in der Klinik und im Krankenhaus.

Lebensprojekt & Narrennetzwerk

Ich möchte mich bei denen bedanken, die sich allein durch das Wort Lebensprojekt oder durch meine Broschüre bzw. Internetseite zu diesem Thema angeregt fühlten, mir zu schreiben bzw. mich anzurufen. Mir zeigt es, wie wichtig und anziehend Gemeinschaft für uns alle ist.

Manche dachten wohl, es wurde alles schon stehen und könnten sie dorthin ziehen?
Mir war meinerseits noch nicht klar, was meine Vision konkret von mir forderte und mit was für Menschen sie zu verwirklichen war. Deshalb waren meine Auskünfte bisjetzt darüber begrenzt.

Durch die Fülle an innere und äußere Klärungsprozesse in diesem Jahr kann ich klare Bereiche voneinander trennen: 1. Meine persönliche Lebensweise und Familie; 2. Eine umfassendere Gemeinschaft mit gemeinsamen Interessen an einem Ort als verbindliches Lern- und Lebensfeld; 3. Eine Reihe von Projekten, die Gemeinschaft und die Kraft des Lachens verbreiten; 4. Ein Netzwerk an Kontakten von ähnlich gesinnten, die alle Bereiche bereichern könnten.

  1. Wir haben beschlossen, solange wir noch in Freudenstadt wohnen, es uns gemütlich zu machen und den Kontakt zu unseren Freunden hier nicht verlieren. Wir lassen die Suche nach einem Haus etwas gemächlicher angehen. Das schöne kleine Zentrum im südlichen Schwarzwald hat sich als zu teuer und nicht wirtschaftlich herausgestellt. Danke an alle, die ihre Hilfe angeboten haben.
    Jetzt suchen wir die Zusammenarbeit mit einem Tagungshaus, das auch die Grundlage für eine Zusammenarbeit und ein Gemeinschaftszentrum sein könnte. Wir würde aber getrennt davon wohnen. Eine Möglichkeit habe ich bei Rottweil gefunden und wir probieren zunächst die Zusammenarbeit praktisch aus. Eine meiner Jahresgruppen wird dort stattfinden.

  2. Wer sich hierfür interessiert, bitte ich es mir doch noch mitzuteilen. Ich schicke Ihnen noch eine Kopie meiner Vision zu und wir könnten ein Treffen noch ausmachen, um einen ersten Austausch zu machen. Ich habe in der Zwischenzeit Kontakt zu bestehenden Gemeinschaften aufgenommen, um konkrete Ideen zu sammeln.

  3. Der Aufbau und die Organisation des Clowntheaterprojekts ist ein wesentlicher Faktor im
    Entstehen einer konkreten Zusammenarbeit. Dadurch werden Kontakte dichter. Hier entsteht ein
    Netzwerk, das sich zunächst durch die Jahresgruppen bildet. Hier wollen wir das eigene Interesse
    an Lebenserfüllung mit der von anderen Menschen durch die Verwirklichung von Projekten
    verbinden. Hier wird auch eine Clownbörse entstehen, um die Kontakte auch mit anderen Clowns
    langfristig zu verbessern.

  4. Das Netzwerk ist Teil ein Angebot: Ich verbünde mich gerne mit anderen Institutionen und Personen, um ein dichteres Zusammenarbeiten zu erreichen. Dazu gehört meine Teilnahme an der Lebensschule e.V. und meine langjährige Assoziation mit dem Förderkreis für Ganzheits-medizin e.V. und mit den daraus hervorgegangen Kliniken und dem befreundeten Wirkungskreis. Dazu gehören entstehende Verbindungen zu den Klinikclowns in Wiesbaden, Münster und im Südtirol, zu den Lachclubs und zu einzelnen bekannten Personen im Bereich Lachen und Humor wie zum Beispiel Patch Adams und den Teilnehmern des Humorkongresses.

Also, wenn Sie gerne in der einen oder anderen Form Kontakt suchen, bitte ich Sie, sich an mich zu wenden:

Goldberg David Gilmore
Landhausstr. 65
D - 72250 Freudenstadt
Tel. +49 (0)7441-45 52
Fax. +49 (0)7441-858 26
e-mail: goldberg@davidgilmore.com


Wenn Sie diesen Rundbrief in Zukunft als E-mail bekommen möchten, bitte ich Sie, mir Ihre E-mail Adresse mitzuteilen. Ich bitte ebenfalls um Mitteilung, falls Sie umgezogen sind bzw. falls Sie keine weiteren Informationen mehr bekommen möchten.