
![]() |
Goldberg-Informationen Nr. 3 |
Freudenstadt im Januar 2001
Was hat sich auf meinem Weg des Lachens seit dem letzten April? getan ...Und was ist bei Dir geschehen? Manche Geschichten bekomme ich durch Seminare mit, manche durch Briefe. Ich möchte mich dafür bedanken. Viele Menschen bereichern mein Leben und ich hoffe, daß dies gegenseitig ist. Als Narr sehe ich mich als ein Begleiter im Alltag. Er ist wie der Heyoka der Nordamerikanischen Indianer ein Teil der Gemeinschaft und kein Außenseiter. Wir brauchen Gemeinschaft und Selbständigkeit für unser seelisches wie auch für unser materielles Wohlsein und beides ist wichtig.
Das letzte Jahr habe ich mich für beides entschieden und habe daraufhin ein großes Maß an persönlichem Wohlsein erfahren. Schwer fiel es mir zwischen dem Privaten und dem Beruflichen zu trennen. Ich dachte auch, als Narr darf das nicht sein. Ich merke aber, wie diese innere Klärung meine Unterstützung für Andere einfacher und klarer macht. Und sie belastet mich nicht. Im Gegenteil. Sie ist eine Quelle der Freude. Es macht mir Spaß, andere darin zu unterstützen, sich zu trauen, sie selbst zu sein. Und dies auch praktisch zu tun, sich wirklich ins Leben zu wagen, das eigene Leben zu leben.
Noch erinnere ich mich sehr gut an die Geburtstagfeier im September, als ich während des Intensiv- Seminars gefeiert wurde, fast einen ganzen Tag lang und ich genoß jeden Augenblick. Das war nicht immer bei mir so und wenn wir andere im Seminar feiern, merke ich, wie schwer es manchen fällt, dies wirklich zu glauben. Danke noch einmal.
Zwei weitere Stücke sind in diesem Jahr entstanden: Susanne Tosuns "'s Knobelsemmeli"in Zürich und Simone Amekors "Die Träumesammlerin" in Freiburg. In beiden Fällen sind, glaube ich, Stücke entstanden, die einen guten Rahmen für die eigenen Möglichkeiten geben.
Die Kraft des Lachens breitet sich aus, Clowns und Narren sind anders unterwegs als vor 20 Jahren und auch dieses Clown-Theaterprojekt nimmt doch noch Formen an, die auch eine konkrete Mitwirkung und Mitarbeit erlaubt. Die Weiterbildung hat viele dauerhafte Freundschaften und Verbindungen begünstigt. Ein Netzwerk entsteht, das sowohl die persönliche Erfüllung als auch wirtschaftliche Möglichkeiten unterstützt.
Jahresgruppe/Weiterbildungsgruppen
Die Jahresweiterbildung in der Schweiz und in Deutschland ist eine Gelegenheit,
den Clown als Spieler, Lehrer und Heiler kennenzulernen und sich auf diesen
Lebensweg zu begeben. Im Laufe des Jahres hat es bei den meisten Teilnehmenden
wichtige Veränderungen im privaten, im gesundheitlichen und im beruflichen
gegeben.
Am Ende findet eine Werkstattaufführung statt, um vom Gelernten durch
den eigenen Clown mit anderen zu teilen. Es werden Freunde, Verwandte und
am Clown Interessierte eingeladen.
Am 16. Dezember fand die Werkstattaufführung der 5. Schweizer Weiterbildung
vor 100 Besuchern mit anschließendem Abendessen im Waldhaus, Lützelflüh,
einem Seminarzentrum bei Bern statt und am 17. März 2001 veranstalten
wir die Werkstattaufführung der 2. deutschen Weiterbildung.
Ende April beginnt die neue Schweizer Weiterbildung und weil sie jetzt schon
fast belegt ist, habe ich mit Perspectiva, Basel eine zusätzliche Jahresgruppe
für Oktober in Rottweil, Deutschland (per ICE 1 Stunde von Stuttgart,
anderthalb von Zürich) organisiert. Sie fängt Anfang Oktober 2001
an und die Woche darauf fängt auch die deutsche Weiterbildung im Hof
Laig bei Osnabrück an.
Organisatorisches
Meine Neigung zu Vielfalt braucht gerade eine klare Organisation. Ich arbeite
hauptsächlich mit zwei Veranstaltern zusammen: Lebensschule e.V. Düsseldorf
(seit September 2000 ein gemeinnütziger Verein), bei der Goldberg einen
Baustein vertritt. Sie veranstaltet die Seminare meines Bausteins und die
deutsche Fortbildung bei Osnabrück; Perspectiva, Basel (Veranstalter
der Psychotherapietage Basel) veranstaltet Seminare und die Weiterbildungen
in Lützelflüh (CH) und (dieses Jahr) in Rottweil (Süddeutschland).
Darüber hinaus gibt es eine Zusammenarbeit mit folgenden Veranstaltern:
Tanz- & Theaterwerkstatt, Ludwigsburg, Förderkreis für Ganzheitsmedizin,
Bad Herrenalb, Angelika de Giuseppe Seminarorganisation. Dadurch ist die direkte
Organisation von Seminaren durch erfahrene Partner, mit denen ich mich verbunden
fühle, gesichert und ich kann mich auf die weitere Entwicklung des Clowntheaterprojektes,
des Narrennetzwerkes und des Lebensprojektes konzentrieren. Je umfangreicher
die Entwicklung all dieser Projekte und Kooperationen, die jetzt entstehen,
umso mehr wird die eigene Organisation eine deutliche Form annehmen. Innerhalb
des Theaterprojektes laufen jetzt Gespräche in diese Richtung.
Ab Februar 2001 Habe ich zum ersten Mal seit 1992 meine Kursgebühren erhöht. Dies bedeutet: Wochenendseminare kosten nun SFR 290,- / DM 360,-, die Weiterbildung SFR 3.300,- / DM 3.600,- .
Ich habe jetzt eine zuverlässige Hilfe (Alo Theis) bei der Aktualisierung meiner Internet-Seite gefunden. Wenn diese Seite wirklich aktuelle Informationen führt, wird sie eher die Basis für das geplante Netzwerk schaffen, für das ich eine Clown-Börse schaffen möchte.
Offene Abende
Im letzten Jahr hat der erste Offener Abend des Clowntheaterprojekts in Rheinfelden
stattgefunden. Meine Idee dabei ist ein Forum für Teilnehmer der Jahresgruppen
nach Beendigung des Jahres möglich zu machen. Im kommenden Jahr wird
sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz ein solches Treffen stattfinden.
Am 26. November fand das Schweizer Treffen im Hölstein (Baselland) statt.
Es waren 40 Teilnehmende dabei. Es war wieder einmal eine Art Familientreffen
mit etwas zu essen und einer Darbietung von Ute Pallmers Stück: "Einfach
Sein", Improvisationen der Wochenendgruppe und einer kleinen Stegreifgeschichte
von mir.
Projekte
Das Altersheimprojekt: Das Projekt trifft sich einmal im Monat jeweils in
einem Heim und nimmt als Clown Kontakt zu den Menschen dort auf, bringt Bewegung,
Spiel, Lachen und auch Nähe und einfaches Da-Sein.
Das Kindertheater Tam-Tam hat nach einer "Künstlerpause" wieder
angefangen im Raum Zürich und Solothurn zu spielen.
Ein erstes Treffen für das nächste Projekt: "Messeclowns"
hat zu einem ersten ernsthaften Gespräch darüber, wie die Projekte
generell organisiert werden und wie ehemalige FortbildungsteilnehmerInnen
zunehmend Zeit nehmen können, als Clown ihr Leben zu gestalten. Das heißt
auch: Wie können die Projekte finanziell unterstützt werden bzw.
ihren Lebensunterhalt verdienen. Das wird zu den nächsten spannenden
und notwendigen Schritten führen. Die Gründung eines gemeinnützigen
Vereins scheint eine der Möglichkeiten zu sein, Kontakt zu Sponsoren
und eine flexible und klare Struktur. Sie wird jetzt in der Kleingruppe herausgearbeitet.
Inzwischen ist in Offenburg eine Jahresprojektgruppe entstanden und bald werden
die Einladungen für das Schulprojekt und das Familienprojekt an die Mitglieder
gehen und weitere konkrete Kooperationen sind schon im Entstehen: Der Clown
in der Verwaltung, Der Clown als Wissenschaftler, Der Clown und die Wirtschaft,
Der Clown als Berater und natürlich Der Clown als Arzt und Heiler. Der
Clown in der Klinik und im Krankenhaus.
Ich möchte mich bei denen bedanken, die sich allein durch das Wort Lebensprojekt oder durch meine Broschüre bzw. Internetseite zu diesem Thema angeregt fühlten, mir zu schreiben bzw. mich anzurufen. Mir zeigt es, wie wichtig und anziehend Gemeinschaft für uns alle ist.
Manche dachten wohl, es wurde alles schon stehen und könnten sie dorthin
ziehen?
Mir war meinerseits noch nicht klar, was meine Vision konkret von mir forderte
und mit was für Menschen sie zu verwirklichen war. Deshalb waren meine
Auskünfte bisjetzt darüber begrenzt.
Durch die Fülle an innere und äußere Klärungsprozesse in diesem Jahr kann ich klare Bereiche voneinander trennen: 1. Meine persönliche Lebensweise und Familie; 2. Eine umfassendere Gemeinschaft mit gemeinsamen Interessen an einem Ort als verbindliches Lern- und Lebensfeld; 3. Eine Reihe von Projekten, die Gemeinschaft und die Kraft des Lachens verbreiten; 4. Ein Netzwerk an Kontakten von ähnlich gesinnten, die alle Bereiche bereichern könnten.
Wir haben beschlossen, solange wir noch in Freudenstadt wohnen, es uns
gemütlich zu machen und den Kontakt zu unseren Freunden hier nicht
verlieren. Wir lassen die Suche nach einem Haus etwas gemächlicher
angehen. Das schöne kleine Zentrum im südlichen Schwarzwald
hat sich als zu teuer und nicht wirtschaftlich herausgestellt. Danke an
alle, die ihre Hilfe angeboten haben.
Jetzt suchen wir die Zusammenarbeit mit einem Tagungshaus, das auch die
Grundlage für eine Zusammenarbeit und ein Gemeinschaftszentrum sein
könnte. Wir würde aber getrennt davon wohnen. Eine Möglichkeit
habe ich bei Rottweil gefunden und wir probieren zunächst die Zusammenarbeit
praktisch aus. Eine meiner Jahresgruppen wird dort stattfinden.
Wer sich hierfür interessiert, bitte ich es mir doch noch mitzuteilen. Ich schicke Ihnen noch eine Kopie meiner Vision zu und wir könnten ein Treffen noch ausmachen, um einen ersten Austausch zu machen. Ich habe in der Zwischenzeit Kontakt zu bestehenden Gemeinschaften aufgenommen, um konkrete Ideen zu sammeln.
Der Aufbau und die Organisation des Clowntheaterprojekts ist ein wesentlicher
Faktor im
Entstehen einer konkreten Zusammenarbeit. Dadurch werden Kontakte dichter.
Hier entsteht ein
Netzwerk, das sich zunächst durch die Jahresgruppen bildet. Hier wollen
wir das eigene Interesse
an Lebenserfüllung mit der von anderen Menschen durch die Verwirklichung
von Projekten
verbinden. Hier wird auch eine Clownbörse entstehen, um die Kontakte
auch mit anderen Clowns
langfristig zu verbessern.
Das Netzwerk ist Teil ein Angebot: Ich verbünde mich gerne mit anderen Institutionen und Personen, um ein dichteres Zusammenarbeiten zu erreichen. Dazu gehört meine Teilnahme an der Lebensschule e.V. und meine langjährige Assoziation mit dem Förderkreis für Ganzheits-medizin e.V. und mit den daraus hervorgegangen Kliniken und dem befreundeten Wirkungskreis. Dazu gehören entstehende Verbindungen zu den Klinikclowns in Wiesbaden, Münster und im Südtirol, zu den Lachclubs und zu einzelnen bekannten Personen im Bereich Lachen und Humor wie zum Beispiel Patch Adams und den Teilnehmern des Humorkongresses.
Also, wenn Sie gerne in der einen oder anderen Form Kontakt suchen, bitte ich Sie, sich an mich zu wenden:
Goldberg David Gilmore
Landhausstr. 65
D - 72250 Freudenstadt
Tel. +49 (0)7441-45 52
Fax. +49 (0)7441-858 26
e-mail: goldberg@davidgilmore.com
Wenn Sie diesen Rundbrief in Zukunft als E-mail bekommen möchten, bitte
ich Sie, mir Ihre E-mail Adresse mitzuteilen. Ich bitte ebenfalls um Mitteilung,
falls Sie umgezogen sind bzw. falls Sie keine weiteren Informationen mehr
bekommen möchten.