Der Weg des Lachens - Neues von David Gilmore
Kurznachrichten aus dem Närrischen Alltag
Viele wollen es mir jetzt gleich tun, manche haben es mir nicht geglaubt – ich machte tatsächlich zwischen März bis Mai t erminfrei. Sogar bis zum 9. Juni, weil der Kurs in Balzers ausfallen musste. Neulich war in einem Kurs „Humor in der Psychiatrie“ in Kiel eine Psychologin dabei, die in dem Satz: „Ich sorge dafür, dass das Büro weiter arbeitet...“ einen Widerspruch witterte. Tatsächlich habe ich mich die ersten drei Wochen zusätzlich zum Lesen und Ausruhen, Haus und Garten auch mit dem Büro beschäftigt!
Wir haben seit Mitte Februar ein Stockwerk im Haus für Büro, Proberaum, Werkraum, Requisiten-kammer und Teeküche zusätzlich gemietet und Etliches noch mit der Vermieterin zu regeln gehabt. In dieser Zeit habe ich auch eine Mitarbeiterin gefunden und für die restliche Zeit dann auch Ruhe gehabt. Nun habe ich den Unterschied zwischen einer terminfreien Zeit und einer freien Zeit merken müssen!
Danach stand Urlaub und Gesundheit an erster Stelle und nach zwei guten Hinweisen sind wir nach Sri Lanka zur Ayur-Veda-Kur (Panchakarma) gereist. Ich bin nie in Asien gewesen und hatte mich unter anderem wegen der Armut dort zurückgehalten. Wenn ich dorthin reiste, wollte ich wenigstens etwas zum Land beitragen, war meine Devise. Wir wollten auf jeden Fall diese Kur im Land der Entstehung (beziehungsweise im Nachbarland) erleben, wo Ayurveda zur Volksmedizin gehört und haben einen Volltreffer gelandet: Einen Ort am indischen Ozean in vollkommener Ruhe mit vorzüglicher Behandlung und für uns beide gesundheitlich spürbare Erfolge. Zusätzlich unterstützt das Kurhotel finanziell das Fischerdorf und bildet auch aus. Ich fühle mich ausgeruht und voller Energie, sogar nach einem Monat Einsatz.
Clownzentrum Freudenstadt Nichts Weltbewegendes im Augenblick, dennoch bewegt sich und festigt sich Einiges.
Die neue Mitarbeiterin:
Einmal finde ich es sehr wichtig, dass ich eine kompetente Mitarbeiterin gefunden habe: Frau Bettina Morlock. Sie arbeitet im Augenblick ca. 4 Stunden die Woche bei mir, aber es kann durchaus sein, dass Anrufende einen Rückruf oder einen Brief von ihr erhalten. Sie hilft mir dabei, mich von den täglichen Aufgaben zu entlasten, damit ich mich mehr auf die Inhalte der Seminare, mit Auftritten und mit dem Aufbau von Moving Stages beschäftigen kann.
Zusammenarbeit:
Zum Anderen freut es mich, dass Teilnehmer aus den Fortbildungen zwischen Schweiz, Hamburg und sogar Wien bereit sind, nach Freudenstadt zu kommen und entdecken, dass es nicht nur ein Reizklima, sondern auch sonst seine Reize für die Clownausbildung hat. Die Zu-sammenarbeit mit den Hotels (Teuchelwald und Schwanen), mit der Stadt (Stadthaus) und mit dem Café Pause im Stadthaus hat sich eingespielt und alle interessieren sich auch für die Inhalte dessen, was wir machen.
Die Jahrestrainings und Fortbildungen:
Vom ersten Jahrgang haben schon zwei Abschlussaufführungen in Freudenstadt stattgefunden. Auch der zweite Jahrgang hatte letzten November zum ersten Mal hier einen Abschlussauftritt Am 15. Oktober beginnt das neue Jahrestraining – es sind jetzt schon 16 angemeldet.. Das „dritte Jahr“ findet als Wochen-Intensivtraining mehrmals im Jahr statt und hat guten Anklang gefunden, auch wenn der Name noch etwas hinkt – die Trainings können einzeln in Anspruch genommen werden und haben immer wechselnde Teilnehmer. Sie haben den großen Vorteil, dass nur Leute daran teilnehmen, die tatsächlich auftreten wollen, entweder im eigenen Projekt oder als Teil von Moving Stages – entsprechend dynamisch und arbeitsintensiv geht es dabei zu. Außerdem ist die Variante mit festgelegten Themen wie z.B. Vision, Entscheidungen, Vereinbarungen, Ängste und Selbstwert, Gruppendynamik u.a. sehr gut angenommen worden.
Zum Thema: „Humor im Beruf“ bzw. „Humor in der Therapie“ hat es in diesem Jahr bereits Trainings in Salzburg, Kiel und Burgdorf (Emmental) gegeben.
„Moving Stages“:
Das erste Zusammentreffen der Gründungsmitglieder von Moving Stages startet am 2. Juli. Moving Stages ist der Name des Spielerpools und Ensemble, das in verschiedenen Regionen Deutschlands und der Schweiz in allen öffentlichen Bereichen humoraktiv werden soll. Die Bedingungen zur Teilnahme können im Büro erfragt werden.
Netzwerk:
Ein Netzwerk, bestehend aus Teilnehmern der Weiterbildungen, ist über die Jahre entstanden, hauptsächlich vertreten und verbreitet durch die Entstehung von Regionalgruppen, wiederum durch das zweite und dritte Jahr und durch die offenen Tage und sonstigen Zusammentreffen. Der Zugang dazu bleibt im Augenblick noch über die aktive Teilnahme an den Weiterbildungen, die dann Beziehungen und gegenseitiges Interesse sowie die Bildung von Verknüpfungen fördert. Kurz berichtet.... Erlebnisnachmittage werden zusammen mit Perspectiva nach einem Seminarwochenende in Basel im Hotel Rochat organisiert. Hier haben Teilnehmer die Möglichkeit, mich als Seminar- und Clownleiter und sich selbst ebenfalls spielerisch zu erleben. Meistens lade ich noch Absolventen der Weiterbildung dazu ein, um Gelegenheit zu geben, eigene Erlebnisberichte im lockeren Gespräch zu hören oder gar um etwas von ihrem Können zu zeigen. Die nächste Gelegenheit ist am 3. Oktober von 15-18 Uhr. Mann im Sack in Hamburg Am 10. Juni im Monsuntheater, Hamburg-Altona trat ich wieder als Clown mit meinem Stück: „Mann im Sack“ auf. Organisiert wurde dies durch eine mehrjährige Teilnehmerin der Weiter-bildungen, Frau Andrea Erichsen. Trotz des Ausfalls der Entlüftung an einem schwülen Abend war ich mit dem Auftritt zufrieden und schaue nach noch mehr Möglichkeiten, seitdem ich vorhabe wieder öfters aufzutreten. Artikel Ich war wieder fleißig und habe aufgrund von Anfragen und eines Vortrages bei der Uni Bern wieder zwei Artikel geschrieben und ein Interview wurde gedruckt. Der erste Artikel erscheint bald im neuen Heft der Uni Bern: „Gesundheit und Genuss“. Der zweite Artikel ist gerade bei Publik-Forum (ISDN-Nmmer: 3-88095-133-0 € 4,50) erschienen und das Interview beim Hinweisheft, Hamburg. David-Gilmore-Stiftung & Wissenschaftliche Basis Ich warte auf den Bescheid der Oberfinanzdirektion Düsseldorf. Sehr hilfreich sind die ärztlichen und wissenschaftliche Stellungnahmen, die ich von den Chefärzten bekommen habe, bei denen ich früher arbeitete und meine Methoden im Wesentlichen entwickelte und ausprobierte. Das Lachen und der Humor haben damit wieder einmal schulmedizinische Unbedenklichkeits-nachweise erhalten, ohne die eine finanzielle Unterstützung nicht möglich ist. Mein Dank an alle, die mich bis jetzt unterstützt haben. Liebe, herzliche Clown- und Narren-Grüße, David Gilmore
Terminfrei von März bis Mai
Vicki und ich haben uns seit längerer Zeit eine „Aus“-Zeit
gewünscht und geplant und im kommenden Jahr (März bis Mai
2004) ist es so weit. Gleich habe ich an all die Sachen gedacht,
die ich in dieser Zeit noch arbeiten könnte, inklusive an meinem
lang geplanten Buch. Dennoch habe ich mich noch rechtzeitig gebremst – die
Herausforderung besteht ja darin, ohne Termine für persönliche
Erneuerung und Beziehung zu schauen.
In dieser Zeit werde ich dafür sorgen, dass das Büro weiterarbeitet.
Persönliches: Ein Hund statt zwei!
Da viele fragen... Wir haben schon seit einiger Zeit gesehen, dass
unser Leben mit zwei
Hunden doch zu schwierig war. Außerdem haben sie mit 14 Monaten
zunehmend Rangkämpfe veranstaltet. Wir waren schon dabei, eine
neue Familie für Pip zu suchen, da griff er den Bo in der Hundepension
an, während wir in Urlaub waren. Die Folge: Mit Hilfe der Hundepension
haben wir eine neue Familie gefunden, und zwar in der Zusammensetzung,
wie wir es gerne für Pip gehabt hätten. Ihm geht es auch
entsprechend gut. Ebenfalls Bo, der bei uns bleibt. Er hört
viel besser auf uns – davor stellten sie doch ein eigenes Rudel
dar!!
Werkstattaufführungen Juni 2003 & November
2003
Ende Juni ist die erste Jahresweiterbildung in Freudenstadt mit einer
Werkstattaufführung zu Ende gegangen. Diesmal waren in etwa
20 Besucher dabei. Sie haben einen sehr lebhaften und mit Bravour
vorgetragenen Auftritt erlebt. Zumal ich diesmal mit ihrer Hilfe
mehr von der Arbeit erlebbar machen konnte. Für die Zuschauer
war das eine große Hilfe und das Büffet im Hotel Teuchelwald
bot einen guten kulinarischen Abschluss. Gerade abgeschlossen hat
auch die 2. Weiterbildung im Stadthaus in Freudenstadt. Hier waren
32 Gäste dabei. Und das Büffet vom Café Pause
kam zum begeisterten Auftritt hinzu. Der nächste Abschluss
(1. Weiterbildung) ist am 14. Februar im Hotel Teuchelwald in Freudenstadt.
Was will „Moving Stages“
“
Moving Stages” will ein Übungsfeld für Absolventen
der Weiterbildungen in der öffentlichen Praxis anbieten und
auf Dauer ein Ensemble gründen, das jeweils in der eigenen Region
gemeinsam mit mir erarbeitete Module eigenständig auf- und durchführt.
Die Grundlage dafür entsteht gerade durch ist eine verstärkte
Vernetzung der bestehenden Regionalgruppen, durch die Entstehung
der Trainingseinheiten des „dritten Jahres“, die die
persönliche Entwicklung und Spielfähigkeit verbessert und „professionalisiert“ und
im nächsten Jahr durch die Entstehung von Projektgruppen zur
Erarbeitung der eigentlichen Inhalte. Das ist das eigentliche „Moving
Stages“: Die Termine sind 2.-7. Juli Clownsommercamp im Emsland
und 19.-24. Oktober 2004 in Freudenstadt.
Nach der Intensivwoche im Oktober wurde auch klar, dass die persönliche
Entfaltung weiterhin wichtig bleibt, gerade weil unsere Clownfiguren
sich direkt aus der eigenen Persönlichkeit speisen. Gleichzeitig
erwächst unsere Spielkraft und Humor aus der Überwindung
dieser Anteile. Clowns ohne eigenen Humor sind mir doch suspekt.
Die kommende Intensivwoche im Januar wird die Betonung auf 5 Grundthemen
legen: Selbstwert und Ängste, Entscheidungen und Vereinbarungen,
Geld und Macht, Identität und Energie, Kommunikation und Übertragung,
Beziehung und Gruppendynamik.
David-Gilmore-Stiftung
Das Finanzamt hat geantwortet: Es verlangt schriftliche schulmedizinische
Expertisen für die Wirksamkeit von Humor im gesundheitlichen
Bereich, um die Stiftung als gemeinnützig anzuerkennen! Zum
einen hat mir Dr. Michael Titze Hilfe angeboten. Ich hoffe auch
die nötigen Atteste mit Hilfe der Chefärzte, für
die ich gearbeitet habe, zu erbringen.
Wissenschaftliche Basis
Der Wunsch des Finanzamtes entspricht gewissermaßen auch meiner
Absicht, meine Arbeit deutlicher zu begründen und darzulegen.
Also wird die Notwendigkeit für eine grundlegende Publikation
noch größer. Und ich mache mich an die Arbeit... Dafür
brauchte ich auch die Erlaubnis, aus den Abschlussarbeiten (namentlich
oder anonym) zu zitieren und auch Fotos zu veröffentlichen.
Ich wende mich jeweils an einzelne ehemalige und jetztige TeilnehmerInnen.
Erlebnisnachmittage
im kommenden Jahr im Anschluss an den Seminaren werde ich, in Zusammenarbeit
mit Perspectiva, werde ich „Erlebnisnachmittage“ im Hotel
Rochat in Basel veranstalten. Sie bieten eine Möglichkeit für
Interessenten, mich und meine Arbeit spielerisch kennenzulernen.
Liebe, herzliche Clown- und Narren-Grüsse,
David Gilmore
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